Was will/kann die Homöopathie?
- Den ganzen Menschen behandeln, d.h. nicht nur organbezogen z.B. die Lungen, den Rücken, den Magen usw.,
- sanfte und dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit,
- keine Krankheiten unterdrücken, die sich dann an anderer Stelle neu und schlimmer manifestieren.
Was kann die Homöopathie nicht?
- Es können keine Gen- bzw. angeborenen Defekte behoben werden.
- Wenn eine Krankheit weit fortgeschritten ist und bereits Organe geschädigt sind, kann die Homöopathie dies nicht mehr rückgängig machen. Es können aber unangenehme und schlimme Begleiterscheinungen der Krankheit gelindert werden.
Die 3 Grundpfeiler der Homöopathie:
Ähnliches mit Ähnlichem behandeln:
Krankheiten werden mit solchen Mitteln behandelt, die wenn sie einem gesunden Menschen verabreicht werden ähnliche Symptome hervorrufen, die die Krankheit bei dem jetzt kranken Menschen zeigt. Wenn man z.B. von einer Biene gestochen wird, zeigt sich die betroffene Stelle dick geschwollen, heiß, rot und schmerzhaft. So wird nun ein Hautausschlag, der sich genau so zeigt, mit dem "Bienenmittel" (=Apis) behandelt (auch wenn er nicht von einem Bienenstich herrührt).
Potenzierung: Homöopathische Mittel werden potenziert, d.h. sie werden zerkleinert, verrieben, verschüttelt und verdünnt in einem ganz genau festgelegten Verfahren, welches auch heute teilweise noch von Hand durchgeführt wird und für ein einzelnes Mittel viele Stunden in Anspruch nimmt. Durch die Potenzierung werden die in einem Mittel enthaltenen Heilkräfte freigelegt und können nun wirken.
Arzneimittelprüfung am Gesunden: Homöopathische Mittel werden nicht in Tierversuchen getestet, sondern am gesunden Menschen, was viel sinnvoller ist! Diese Menschen können nämlich nicht nur die durch das Mittel hervorgerufenen körperlichen Beschwerden angeben, sondern auch ihre Geistes- und Gemütsverfassung. Tiere können dies nicht.
Die Behandlung selbst
Wenn ein Patient zu einem Homöopathen kommt, wird dieser in der sogenannten Erstanamnese (= 1. Gespräch), sämtliche Symptome, Eigenheiten und Besonderheiten, die diesen Menschen ausmachen, schriftlich aufnehmen. Dieses Gespräch dauert ca. 2 Stunden.
Nach diesem Gespräch, wenn der Patient gegangen ist, beginnt die eigentliche Arbeit für den Homöopathen. Der komplette Fall muß nun analysiert werden. Was macht diesen Patienten und seine Krankheit aus? Der ganze Mensch wird behandelt. Es beginnt die Suche nach dem richtigen Mittel, was von viel Nachdenken und Nachlesen begleitet ist. Es gibt kaum eine Therapie, in der der Behandler soviel von seiner eigenen Energie und Zeit für einen Patienten aufwendet.
Wenn der Patient dann sein Mittel erhalten hat, sollte er sich genau beobachten:
- werden die Symptome besser, schlechter oder verändern sie sich und wie ändern sie sich
- wie fühlen Sie sich: besser, schlechter, unverändert bzw. was genau verändert sich
- ändert sich etwas an Ihren geistigen Fähigkeiten, z.B. Konzentration usw.
- ändert sich etwas an Ihrem Verhalten z.B. waren Sie seither durstlos und müssen nun ständig trinken oder ändert sich etwas an Ihren Schlafgewohnheiten usw.
Diese Auskünfte sind für den Behandler äußerst wichtig zur Beurteilung des Falles und für eine evtl. weitere Verschreibung. Sie sollten am besten vom Patienten schriftlich festgehalten werden.
Weitere persönliche Rücksprachen werden nötig sein.
Selbstverständlich werden alle vom Patienten gemachten Angaben vertraulich behandelt.
Heilpraktiker unterliegen der Schweigepflicht.
Homöopathische Mittel
Die meisten Mittel sind pflanzlichen Ursprungs. Es werden auch Tiere (bzw. deren Produkte wie z.B. Gifte), Mineralien oder Elemente bzw. deren Verbindungen potenziert.
Es gibt sie in mehreren verschiedenen Darreichungsformen, hauptsächlich als Tropfen, Pulver, Tabletten oder Globuli. Die Mittel selbst sind im Gegensatz zu anderen Arzneien sehr günstig.
In der Homöopathie werden zur Herstellung mancher Mittel ganze Tiere verwendet. Wie z.B. für das Mittel Apis die Honigbiene. Es bleibt hier festzustellen, daß mit der Menge an Mittel, die aus einem Tier gewonnen wird, viele Hunderte von Homöopathen viele Jahre lang versorgt werden können.
Die Homöopathie bietet für jeden Menschen eine ganz individuelle Behandlung und somit die Möglichkeit einer ganzheitlichen Heilung.